Energiespartipps

Energie ist Antrieb, Wärme, Licht und täglicher, unsichtbarer Begleiter unseres Lebens. Auto fahren, heizen, kochen, das winterliche Vollbad oder der abendliche Spaziergang durch die erleuchtete Werler Altstadt, immer sind wir umgeben von Energie in all ihren Erscheinungsformen.

Die technische Entwicklung und stromsparende Geräte mit hohen Wirkungsgraden geben uns heute die Möglichkeit zu immer effektiverer Nutzung der verfügbaren Energie. Darüber hinaus kann jeder mit einfachen Mitteln seinen Beitrag zu einem bewussten und sparsamen Umgang mit dem wertvollen Rohstoff leisten. Erfreulicher Nebeneffekt, dabei, der Geldbeutel wird ebenfalls geschont.

Service der Stadtwerke Werl GmbH: Testen Sie den Stromverbrauch Ihrer Haushaltsgeräte. Gern überlassen wir Ihnen kostenfrei für einige Tage ein Stromverbrauchsmessgerät.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Lülf aus unserer Energieberatungsabteilung (Telefon 985 – 136).

Hier finden Sie unsere praktischen Energiespartipps für den täglichen Gebrauch.

Strom sparen

Kühl- und Gefriergerät

 

  • Geräte in gut belüfteten und kühlen Räumen aufstellen
  • Lüftungsgitter nicht abdecken und frei von Staub halten
  • Bei Einbaugeräten im Sockel Belüftungsgitter einbauen, um Wärmestau zu vermeiden
  • Geräte nicht neben den Herd bzw. neben die Heizkörper stellen
  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Langes und häufiges Öffnen der Tür bzw. des Deckels vermeiden
  • Auf gut schließende Türen und Deckel achten
  • Mürbe Dichtungen an der Tür auswechseln lassen
  • Nur abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank oder das Gefriergerät stellen
  • Lebensmittel nur zugedeckt oder verpackt hineinstellen
  • Lagertemperatur im Kühlschrank auf etwa 5-7° C, im Gefriergerät auf –18° C einstellen
  • Nur bei Einfrieren größerer Mengen „Super – Schaltung“ betätigen, Ausschalten der Taste nicht vergessen
  • Ist das Gefriergerät nur halb voll, Energiespartaste betätigen
  • Gefriergerät und Kühlschrank regelmäßig laut Gebrauchsanweisung abtauen


Geschirrspülmaschine

 

  • Vorspülen von Geschirr unter fließendem Wasser vermeiden
  • Grobe Reste abkratzen
  • Maschine nur voll beladen einschalten
  • Reinigungsmittel nach Herstellerangaben dosieren
  • Spülprogramm nach Geschirrart und Verschmutzung wählen
  • Bei leicht verschmutztem Geschirr Sparprogramm einstellen
  • Geschirrspülmaschine auf die richtige Wasserhärte einstellen


Waschmaschine

 

  • Fassungsvermögen der Waschmaschine nach Textilart und Pflegeanweisung vollständig ausnutzen
  • Auf Vorwäsche verzichten
  • Stark verschmutzte Wäsche über Nacht einweichen
  • Richtige Dosierung des Waschmittels nach Wäscheart und Wasserhärte
  • Normal verschmutzte Kochwäsche auf 60° C waschen
  • Energiesparprogramme nutzen (unter anderem geringe Wassermenge, variable Schleuderstufen)
  • Flecken nach Möglichkeit sofort entfernen
  • Weichspüler, Stärke und andere Waschhilfsmittel nur gezielt einsetzten


Wäschetrockener

 

  • Fassungsvermögen des Wäschetrockners je nach Textilart voll ausnutzen
  • Nur gut geschleuderte Wäsche maschinell trocknen (ab 1000 U/min)
  • Trocknungsgrad richtig wählen
  • Ein Übertrocknen vermeiden
  • Das Flusensieb nach jedem Trockenvorgang reinigen
  • Für ausreichende Raumlüftung sorgen
  • Den Wasserbehälter beim Kondensationstrocknern regelmäßig entleeren


Kochstellen

 

  • Töpfe bzw. Pfannen passend mit dem Durchmesser der Kochplatte wählen
  • Kochgeschirr mit ebenem Boden verwenden
  • Grundsätzlich mit geschlossenem Deckel kochen bzw. braten
  • Das Kochgeschirr sollte aus einem guten Wärmeübertragungsmaterial bestehen (z. B. Edelstahl, Kupfer)
  • Rechtzeitiges Herunterschalten der Kochstelle zum Fortkochen oder Automatikplatten verwenden
  • Nachwärme ausnutzen
  • Kartoffeln und Gemüse mit wenig Wasser kochen
  • Bei Gerichten mit langer Gardauer Schnellkochtopf einsetzen
  • Für kleinere Mengen eine Mikrowelle benutzen
  • Beim Gasherd darf die Flamme nicht über den Topfrand schlagen


Backofen

 

  • Das Vorheizen des Backofens ist nur selten nötig
  • Nachwärme ausnutzen
  • Backofentür nicht unnötig öffnen
  • Beim Umluftbetrieb Tür geschlossen lassen bzw. Gebläse ausstellen
  • Braten erst ab 2 kg im Backofen zubereiten
  • Platz im Backofen sinnvoll ausnutzen
  • Beim Backofen mit integrierter Mikrowelle den Kombinationsbetrieb nutzen


Mikrowellengerät


Die Mikrowellengeräte werden immer häufiger verwendet. Sie sind sinnvoll, um kleinere Mengen zu erwärmen.

  • Mikrowellenleistung und –einschaltdauer der Lebensmittelart und –menge anpassen
  • Speisen möglichst flach und gleichmäßig im Geschirr anordnen
  • Auftauen, Erwärmen und Garen im Serviergeschirr (dadurch weniger verschmutztes Geschirr)
  • Das Gerät sauber und trocken halten


Kleingeräte


Bei Kleingeräten lässt sich im Wesentlichen nicht viel Energie einsparen. Sie haben einen niedrigen Energieverbrauch und werden nur kurzzeitig und gezielt eingesetzt. Verzichten Sie auf Kleingeräte mit Akkumulatoren. Sie mögen zwar praktisch sein, doch für die Umwelt sind sie eine große Belastung. Akkumulatoren müssen fachgerecht entsorgt werden.

Standby-Modus


Vor allem bei Unterhaltungselektronik ist oft ein Standby-Modus vorhanden. Versehen Sie am besten alle Geräte von PC über Fernseher bis Radio mit Verteilerdosen mit einem Kippschalter (An-/Ausfunktion), um nach der Benutzung sicher zu sein, dass die Geräte nicht im Standby-Modus weiterhin Strom verbrauchen, ohne dass sie aktiv genutzt werden.

Energiesparlampen


Energiesparlampen senken den Energieverbrauch und helfen damit auch unserer Umwelt. Sie haben, anders als Glühlampen, keinen Glühdraht, sondern eine Gasfüllung, die vom durchfließenden elektrischen Strom zu einer Strahlung angeregt wird. Die Kompaktleuchtstofflampen besitzen ein integriertes Vorschaltgerät und einen normalen Glühlampensockel „E 14“ oder „E 27“ und passen daher in jede bei uns übliche Glühlampenfassung.

Elektronische Kompaktleuchtstofflampen bieten entscheidende Vorteile:

  • Nur 20 % des Stromverbrauchs einer gleich hellen Glühlampe
  • 8 bis 10-fache Lebensdauer
  • flackerfreier Sofortstart
  • glühlampenähnliches Licht
  • schaltbar wie Glühlampe


Energiespartipps für Heizungen

 

  • Lüften Sie richtig und öfter, dann für wenige Minuten und bei weit geöffnetem Fenster. Mit dem Abstellen des Thermostatventils am Heizkörper verhindern Sie, dass Ihre Heizung sich in dieser Zeit weiter erhitzt. Frische Luft erwärmt sich schneller als abgestandene Luft.
  • Achten Sie auf eine fachgerechte Fensterabdichtung, hier ist der Ort, wo die meiste Energie verloren geht.
  • Ein moderner Heizkessel ist der beste Energie-Sparer. Denn er ist ein sehr guter „Futterverwerter“ und geht mit der kostbaren Energie besonders sparsam um. Ein moderner Niedertemperatur- oder Brennwertkessel kommt mit bis zu 40 Prozent weniger Energie aus als eine veraltete Heizungsanlage.
  • Unverkleidete Heizkörper sind nicht immer ein schöner Anblick, aber die Gewähr dafür, dass sich die Wärme ungehindert im Raum ausbreiten kann. Lange Vorhänge, Verkleidungen vor Heizkörpern, ungünstig platzierte Möbel sowie an den Heizkörpern aufmontierte Handtuchstangen zum Trocknen von Wäsche können bis zu 20 Prozent Wärme schlucken.
  • Manche mögen’s heiß und wundern sich dann über ihre hohen Heizkosten. Bedenken Sie immer: Pro Grad Raumtemperatur mehr müssen Sie mit rund 6 Prozent höheren Energiekosten rechnen.
  • Ihr Heizkessel, der Warmwasserbereiter und die Heizungs- und Warmwasserrohre können gar nicht gut genug gedämmt sein, denn schließlich soll ihre Wohnung warm werden, nicht der Keller.
  • Schließen Sie nachts Ihre Roll-Läden und die Vorhänge, damit die Wärmeverluste durchs Fenster verringert werden. Dämmen Sie auch Ihre Heizkörpernischen und bringen Sie hier eine reflektierende Silberfolie hinter den einzelnen Heizkörpern an. Dadurch lassen sich bis zu 4 Prozent Heizkosten sparen.
  • Eine zeitgesteuerte Warmwasser-Zirkulationspumpe reduziert Wärmeverluste und verringert die Stromkosten der Pumpe.
  • Regelmäßige Heizungswartung zahlt sich aus. Und zwar durch eine Energie-einsparung bis zu 4 Prozent, da eine gut eingestellte Heizungsanlage weniger Energie braucht. Durch regelmäßige Wartung wird aber auch die Betriebssicherheit Ihrer Anlage erhöht und die Störanfälligkeit verringert.


Energiespartipps für Wasser

 

  • Duschen statt Baden spart eine Menge Wasser. Denn: Die Wassermenge für ein Vollbad reicht für 3 x 5 Minuten prickelndes Duschen.
  • Beim Zähneputzen ein Zahnputzglas verwenden, statt minutenlang Trinkwasser ungenutzt in den Ausguss laufen zu lassen.
  • Ein tropfender Wasserhahn und eine undichte Toilettenspülung können übers Jahr gerechnet sehr viel Wasser kosten. Deshalb: Defekte Dichtungen austauschen!
  • Einhandmischer machen Schluss mit dem verschwenderischen Hin und Her beim Mischen von kaltem und warmen Wasser.
  • Durchflussbegrenzer senken die Wassermenge, die pro Minute durch den Hahn oder den Duschkopf fließt. Da dem Wasser mehr Luft beigemischt wird, bleibt der Strahl füllig wie zuvor, obwohl weniger Wasser durchläuft. Achtung: Für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher sind solche Begrenzer nicht geeignet, weil hier der normale Fließdruck erhalten bleiben muss, um Störungen an den Geräten zu vermeiden.


Die Spartaste für „kleine Geschäfte“ hilft, Wasser bei einem der größten Wasserschlucker – der Toilette – zu sparen.



Informationspflicht des Energieanbieters laut Energiedienstleistungsgesetz EDL-G vom 04.11.2010


Informationen zu Anbietern von wirksamen Maßnahmen zur Energieeffizienzverbesserung und Energieeinsparung sowie ihren Angeboten finden Sie auf einer bei der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) öffentlich geführten Anbieterliste unter:


www.bfee-online.de/


Wir möchten Sie hiermit darüber informieren, dass Sie sich bei der Deutschen Energieagentur über das Thema Energieeffizienz umfassend informieren können. Weitere Informationen erhalten Sie unter:


www.energieeffizienz-online.info



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